Stoffauswahl Triple Irish Chain
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Triple Irish Chain

ein Geschenk …

Mitten im Herbst hatte ich die Idee, einen Triple Irish Chain aus alten Bettwäschestoffen, die sich noch immer zahlreich in meinem Besitz befinden, zu nähen. Dafür wollte ich die ausgesuchten Stoffe einscannen und in mein EQ8 übernehmen, um damit den Entwurf zu gestalten. Nachdem es in diesem Jahr so viele virtuelle Kurse bei der Patchwork Gilde gab und ich natürlich einige gebucht hatte, u.a. für EQ8, hatte ich natürlich auch den Ergeiz, dazuzulernen.

Gesagt, getan. Es war nicht besonders schwierig, die Stoffe zu scannen und ins Programm zu übernehmen. Das musste ich zwar erst mal nachlesen, aber dann war es klar (für eine gute Darstellung groß gemusterter Stoffe ist ein wenig Insiderwissen erforderlich). Auch der Entwurf ging mir leicht von der Hand. Ich hatte ja schon so einige Entwürfe erstellt und viele Blöcke zur Übung nachgezeichnet. Meine erste Version von EQ war die 5er, die ich mir 2003 kaufte.

Ich druckte mir die Entwürfe mit meinem Farblaser (den wollte ich vor einiger Zeit schon entsorgen, weil er kaum noch gebraucht wurde) aus und schnitt anhand dieser Ausdrucke die Streifen zu. Danach ging es ans Zusammennähen, wieder schneiden und den Block endgültig zusammenfügen. Dabei war mir wichtig, exakt zu arbeiten. Ich finde, nichts ist beim Patchwork schlimmer, als Blöcke nicht passgerecht zusammenzufügen. Das sieht in meinen Augen alles andere als gut aus. Dafür benutze ich dann auch schon mal das weltweit wichtigste Werkzeug in unseren Kreisen – den Nahttrenner. Aber das hielt sich erstaunlicherweise diesmal sehr in Grenzen.

Als die Blöcke fertig gepatcht waren, legte ich sie erst mal aus und nähte sie Reihe für Reihe zusammen. Dabei hatte ich das nicht sehr schöne AHA-Erlebnis, dass meine Nahtzugaben nicht immer in der richtige Richtung lagen. Ich beschloss, da ich ein weiches Vlies ausgesucht hatte, darüber weg zusehen. Aber professionell geht anders. Ich hatte keine Lust, alles noch mal zu trennen. Dazu hätte ich den gesamten Block noch mal auftrennen müssen, denn die NZ lagen ringsrum in der falschen Richtung. Ich hoffe, dass man es nach dem Quilten nicht mehr so sehr “sieht”.

Fehler
Oben ist zu sehen, dass die NZ falsch liegen

Nachdem alle Blöcke zu einem Ganzen zusammengefügt waren, überprüfte ich meine Stoffvorräte. Vom blauen Stoff hatte ich nur noch wenig übrig, aber ich wollte keinen komplett hellen Rand. Also wich ich auf ein anderes Blau aus. Von diesem Stoff hatte ich gerade genug, um einen breiten Rand zu nähen. Den entwarf ich dann aber auch erst mal mit EQ. In der Version 8 gibt es ein tolles Feature: die automatischen Border. Das sind vordefinierte Bordermuster, die man nicht mehr mühsam anpassen muss, denn das erledigt das Programm ganz von alleine. Aufgrund der knappen Vorräte musste ich den inneren Borderstreifen dann aber doch noch etwas abwandeln (der weiße Streifen rechts vom blauen Streifen war nicht geplant – der blaue Stoff gab einfach nicht die geplante Breite her), aber mit ein wenig Rechenarbeit gelang mir das relativ schnell. Das Ergebnis gefällt mir jedenfalls sehr gut.

Das Top misst 68×96 inch (~1,75×2,45 m) und ist damit das zweitgrößte Top, dass ich je gepatcht habe. In den nächsten Tagen wird es montiert und mit meiner neuen Longarm-Maschine gequiltet.

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