Tonsillenektomie und Entfernung der zervikalen Metastase
Am 13.01.2025 gegen 10:30 Uhr wurde ich im Klinikum Schlafen geschickt und gegen 15:30 Uhr wieder geweckt. So lange dauerte die OP mit Ein- und Ausleitung. Wahnsinn – als ich das realisierte, war ich etwas geschockt. Wieso dauerte das so lange? Die OP-Ärztin hat es mir dann erklärt. Die eigentliche OP hat etwa 2 Std. gedauert. Der Rest war Vorbereitung, Wartephase auf die Ergebnisse der Pathologie und Aufwachphase. Dafür haben sie wohl alles kranke Gewebe gut entfernen können. Wollen wir es mal hoffen.
Die folgenden Tage waren schrecklich. Ich hatte starke Schmezen, gegen die ich natürlich Schmerzmittel bekam – reichlich Schmerzmittel. Zunächst bekam ich s.g. Astronautennahrung über eine Magensonde, die am Ende der OP gelegt wurde. Am 2. Tag passierte beim Spülen des Schlauchs ein Malheur. Einiges der Flüssigkeit stieg neben dem Schlauch nach oben und ließ mich furchtbar würgen und husten. Ich weigerte mich in Folge, weiter über den Schlauch ernährt zu werden. Aber was dann kam, war auch nicht besser. Nach Entfernung des Schlauchs am Sontag konnte ich nur unter starken Schmerzen schlucken, auch Wasser nur mehr schlecht als recht. Auch nicht das, was mir als s.g. Dysphagie Kost kredenzt wurde. Beim Anblick der, zugegeben recht liebevoll angerichteten, Speisebestandteile würgte es mich. Lediglich den Kartoffelbrei mit Soße konnte ich schlucken. Alles andere ging gar nicht. Also habe ich mich 2 Tage nur mit Quark, Joghurt, Creme und Tee ernährt. Dadurch habe ich knapp 4 kg Gewicht verloren. Aber das stört mich nicht.
Am 19. wurde ich Knall auf Fall entlassen, weil ich am 20. die vorstationäre Untersuchung wegen des Bronchial Karzinoms im anderen Krankenhaus hatte. Die hab ich nun auch schon hinter mir und ich weiß, dass es nächste Woche Freitag mit der Bronchoskopie dem Lungenkrebs auf die Spur geht. Hoffentlich ist bis dahin die Wunde im Rachen soweit abgeheilt, dass es keine Nachblutung gibt. Davor hab ich jetzt schon ein wenig Angst. Aber man muss ja jetzt mal in die Pötte kommen, schließlich mache ich seit Anfang Oktober damit herum.
Wie es weiter geht, erfahre ich für die erste OP am kommenden Donnerstag, bei der Nachuntersuchung. Alles andere nach der Bronchoskopie, aber es ist schon durchgesickert, dass es wohl auf eine Bestrahlung und/oder Chemo rausläuft. Dieser Weg ist noch lange nicht vollständig gegangen …
Im Moment gestaltet sich die Nahrungsaufnahme noch schwierig, das wird auch noch eine Weile andauern. Ich kann nur Schonkost in breiiger Konsistenz zu mir nehme. Am Donnerstag hat es mit einer selbst gekochten Brokkoliesuppe sehr gut funktioniert. Gestern war ein Reinfall. Die Würstchen in der Kartoffel/Möhrensuppe hätte ich weglassen sollen. Heute gab es Griesflammerie. Hier war die Fruchtsoße noch zu sauer für den empfindlichen Hals. Das Rührei mit Toastbrot war dann wieder super. Zum Glück dauert diese Phase nun nur noch eine knappe Woche, wenn alles gut geht.
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Ulrike
Ehefrau, Gastgeberin, Gärtnerin, Köchin, Leseratte, Patchworkerin, Bloggerin, Schottlandverliebt, Frankreichfan mit Hugenottenblut. Mit einer unheilbar positiven Lebenseinstellung.
Geduldsspiel
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