Krimskrams

Bescheiden ist noch geprahlt

Eigentlich habe ich keine Lust dazu, irgendwas zu schreiben. Aber ich dachte, dass ein Update ganz gut wäre.

Ich bin seit 2 Wochen in Kombitherapie: täglich Bestrahlung, insgesamt an 40 Tagen. Und einmal wöchentlich Chemo, insgesamt 6 oder sogar 7. Danach folgt die OP an der Lunge, mit (hoffentlich) vollständiger Entfernung des Krebsherds dort. Was dann folgt, kommt auf das pathologische Ergebnis an. Ich stelle mich aber schon auf eine weitere wochenlange Kombitherapie ein. Danach gehe ich in die Reha. Vor Herbst werde ich vermutlich eher nicht aus der Mühle rauskommen.

Ich habe heftige Nebenwirkungen, kann nichts mehr schmecken und eine meiner Speicheldrüsen ist nun irreversibel angegriffen. Das kommt von der Bestrahlung. Für mich bedeutet das dauerhafte Beeinträchtigung beim Schmecken und einen ewig trockeneren Mund als ich das gewohnt bin. Es ist sehr grausam für mich, dass der Geschmack so sehr leidet. Essen macht keinen Spaß mehr. Teilweise werden sich die Speicheldrüsen wieder erholen, aber die eine bleibt geschädigt.

Zumindest darf ich hoffen, dass ich den Krebs an sich besiegen werde.

Views: 63

Ulrike

Ehefrau, Gastgeberin, Gärtnerin, Köchin, Leseratte, Patchworkerin, Bloggerin, Schottlandverliebt, Frankreichfan mit Hugenottenblut. Mit einer unheilbar positiven Lebenseinstellung.

2 Kommentare

  • Kaiser, gabriele

    Liebe Ulrike, wir haben ja ewig nicht mehr kommuniziert, es tut mir unendlich leid, was dir da widerfahren ist.
    Mitleid ist wahrscheinlich nicht das, was du hören willst, aber ich versichere dir, dass ich doch in Abständen sehr intensiv an dich denke und möchte dir von Herzen Durchhaltevermögen wünschen…, aber eben auch Geduld mit dir selbst-es ist kein Spaziergang mit Ziel kaffeetrinken.
    Wenn du es möchtest, und dich in der Lage fühlst, würde ich gerne Anteil nehmen.
    Liebe Grüße bis vielleicht bald
    Gabriele aus Chemnitz

    • Ulrike

      Liebe Gabriele,
      danke für diese Nachricht. Im Augenblick fehlt mir das Gesicht zum Namen, bitte entschuldige – es muss dann schon eine ganzen Weile her sein.
      Danke auch für Deine Anteilnahme. Ja, es ist heftig und ich weiß auch, dass der nächste Schritt noch weniger ein Spaziergang wird. Aber ich werde auf keinen Fall zulassen, dass mich das doofe Schalentier fertig macht. In meiner Familie wurden die Frauen immer so rund um die 85-88 Jahre alt, also schaffe ich das auch.
      Mitleid ist ein ganz schlechter Ratgeber, aber echte Anteilnahme ist Gold wert. Ich bin zwischenzeitlich in zwei Selbsthilfegruppen, wo man reden kann, ohne Angst haben zu müssen, ausgelacht oder nicht ernst genommen zu werden. Genau das brauchen wir Krebsler.
      Du kannst mir gerne eine Mail schicken, dann ist die Kommunikation etwas einfacher.
      Liebe Grüße, Ulrike

Eine Antwort schreiben

Sorry, your request cannot be accepted.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.